Jane Berthe, Harfe

Schon als kleines Mädchen ist Jane Berthe fasziniert vom „Instrument der Engel“, der Harfe, eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit und mit ungefähr 40 Kilogramm Gewicht und einer Höhe von ein Meter achtzig größer und fast so schwer wie sie selbst. Kein Wunder, dass die talentierte Musikerin schon mit sieben Jahren das Harfenstudium am renommierten Nationalkonservatorium von Douai (Frankreich) aufnimmt. Später kommen Geige, Komposition und Harmonielehre dazu.

Ausgezeichnet mit einer Goldmedaille im Fach Harfe verlässt Berthe im Alter von 18 Jahren die Hochschule und folgt der Einladung ihrer Lehrerin und Mentorin, der legendären Ursula Holliger an die Musikhochschule in Freiburg im Breisgau. Dort studiert sie vier weitere Jahre und vervollkommnet ihr Harfenspiel. Die Leidenschaft für ihr Instrument führen sie nicht nur in internationale Master Classes in der Schweiz, in Gargilesse und Lyon sondern auch an die Akademie für anthroposophische Pädagogik in Dornach (Schweiz) wo sie in einem vierjährigen Studium am Lehrerseminar fundierte Kenntnisse in der Musikpädagogik und der Menschenbildung erwirbt.

Ob im Ensemble oder solistisch auf der Bühne ist Jane Berthe in Ihrem Element. Durch ihre hohe Sensibilität und Spielsicherheit werden ihre musikalischen Auftritte zu einem genussvollen Erlebnis für Publikum und Ensemble. Dabei ist sie aufgrund ihrer musikalischen Neugier und ihrer soliden Ausbildung, in der Klassik, dem Barock und der zeitgenössischen Musik ebenso zuhause wie im Jazz oder Pop.

Jane Berthe spielt in namhaften Klangkörpern wie dem WDR Sinfonieorchester, dem Bonner Beethoven Orchester, dem Staatsorchester Wiesbaden oder dem Konzerthausorchester Berlin u.a. Konzertreisen führen sie nicht nur durch ganz Europa sondern auch nach Nordamerika, Südamerika, Asien und Russland. Solistisch oder als Kammermusikmitwirkende wird sie eingeladen von den Freiburger Barocksolisten, dem Saarländischen Rundfunk, der Staatskapelle Karlsruhe, wo sie Werke wie André Caplet „Conte Fantastique“, Debussy „Tänze“ und verschiedene Solokonzerte spielt.

Die vielseitige Künstlerin ist aber nicht nur konzertant unterwegs, sie spielt auch auf der Opernbühne, wie in der spektakulären Inszenierung von Händels „Saul“ unter der Regie von Dietrich Hilsdorf als „David’s himmlische Harfe“, oder als „Muse“ in „Giulio Cesare“ von Händel unter der Regie von Markus Bothe. Inzwischen lebt Jane Berthe als freischaffende Harfenistin gemeinsam mit Ihrem Mann, dem  Kunstlehrer Rainer Maria Grytzmann, in einer alten Villa vor den Toren Berlins.

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