Orchester l’arte del mondo

Das Orchester l’arte del mondo, 2004 von seinem künstlerischen Leiter Werner Ehrhardt gegründet, sieht sich in der Tradition der so genannten Alten Musik auf historischen Instrumenten. Diese ist der Ausgangspunkt des Ensembles und seiner Programme. Genauso widmet es sich aber auch dem Spiel auf modernen Instrumenten und dem Repertoire bis hin zur zeitgenössischen Musik.

Eines der Markenzeichen von l’arte del mondo sind seine ausgefallenen, höchst innovativen Programme, mit denen es weit über den Tellerrand des gängigen Konzertbetriebs und damit in dessen Zukunft schaut. Hierzu zählen musikalisch-interkulturelle Projekte wie mit dem türkischen Pera Ensemble, mit Künstlern der Peking-Oper oder israelischen und palästinensischen Musikern. Mit Daniel Hope und The Four Seasons Recomposed, Max Richters sensationell erfolgreicher Neubetrachtung von Vivaldis Vier Jahreszeiten, ist l’arte del mondo auf der ganzen Welt zu Gast gewesen.

Darüber hinaus arbeitet l’arte del mondo regelmäßig mit renommierten Solisten zusammen, so beispielweise mit Vesselina Kasarova, Daniel Müller-Schott, Dorothee Oberlinger oder Xavier de Maistre. l’arte del mondo wird seit der Spielzeit 2010/11 als permanentes orchestra in residence von Bayer Kultur gefördert. Das Ensemble probt und arbeitet im Erholungshaus Leverkusen und entwickelt gemeinsam mit Bayer Kultur außergewöhnliche Konzertprojekte.

l'arte del mondo war u.a. in der Alten Oper Frankfurt, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Essener Philharmonie, in der Dresdner Frauenkirche, beim Rheingau Musik Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und in der Dubai Opera zu hören. Ein Höhepunkt war die aufsehenerregende vertanzte Matthäus-Passion 2727 mit der israelischen Kamea Dance Company, die sowohl in Deutschland als auch in Israel zur Aufführung kam, u.a. am Jerusalem Theatre. Weitere Aufführungen sind für April 2020 geplant.

In vergangenen Spielzeiten gastierte l’arte del mondo zudem u. a. im Münchner Herkulessaal, in der Elbphilharmonie Hamburg, mit einer eigenen Residency beim Festival Montréal Baroque, mit der Salieri-Oper La Fiera di Venezia bei den SWR Schwetzinger Festspielen, beim MDR Musiksommer, den Grundton-D-Konzerten des Deutschlandfunks, beim Beethovenfest Bonn, beim Mosel Musik Festival, in den Theatern von Winterthur und Darmstadt oder auch in der Dresdner Frauenkirche. 2019-20 präsentiert das Ensemble neben Mozarts Zauberflöte die welterste Gesamtaufführung der Oper Scherz, List und Rache von C.P. Kayser nach einem Libretto von J.W. von Goethe.

Seit der Gründung von l’arte del mondo wurde in Zusammenarbeit u. a. mit dem CD-Label Capriccio das interessante Schaffen dieses Ensembles dokumentiert, wozu viele Weltpremieren und Wiederentdeckungen zählen - sowohl im sinfonischen Bereich als auch bei Oper und Oratorium. So wurden sowohl die Einspielung der Opéra Comique L’Irato ou l’Emporté (Capriccio, 2006) von Etienne Nicolas Méhul als auch das Album Liaisons (Onyx Classics, 2011) mit der israelischen Sopranistin Chen Reiss mit Werken von Mozart, Salieri und Joseph Haydn mit dem renommierten französischen Diapason d‘Or ausgezeichnet.

Seit der Saison 2010/11 erscheinen die Aufnahmen von l’arte del mondo bei Sony/Deutsche Harmonia Mundi, beginnend mit Amor Oriental. Seitdem folgten u.a. Weltersteinspielungen wie Pasquale Anfossis La finta giardiniera mit Nuria Rial und Krystian Adam, die Begräbniskantate von Joseph Martin Kraus mit dem RIAS-Kammerchor oder Christoph Willibald Glucks La Clemenza di Tito, die 2014 ebenfalls den Diapason d’Or erhielt. Im Herbst 2016 erschien die sensationelle Wiederentdeckung und Weltersteinspielung von Antonio Salieris Oper La Scuola de‘ Gelosi; 2018 veröffentlichte Sony/dhm die sehr gut besprochene Weltersteinspielung dreier Sinfonien von Anton Zimmermann. Im Sommer 2019 veröffentlichte dhm/Sony die Aufnahme von Salieris La Fiera di Venezia und Berlin Classics Bach’sche Oboenkonzerte mit Céline Moinet.

 

 

 
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