PREMIERE 28.11.2019 - Goethe/Kayser: Oper "Scherz, List und Rache"

„Als ich das Stück schrieb, hatte ich nicht den engen Weimarischen Horizont im Auge, sondern den ganzen Teutschen …“ (Goethe 1785)

Das Singspiel in deutscher Sprache war eine ganz besondere Herzensangelegenheit des größten deutschen Dichters. Er hatte präzise, zeitgemäße Idealvorstellungen von musikalischen Abläufen, Formen und Dimensionen, den Einzelheiten zu Sujets, Inszenierung oder Besetzung.
Sein Singspiel „Scherz, List und Rache“ ist so etwas wie die Ausformung all dieser Ideen. Goethes Ideal war die Fortentwicklung des italienischen Intermezzos (Pergolesi: La Serva Padrona) zu einer deutschen Oper. Sie sollte unterhaltsam, klein besetzt und somit überall leicht und kostengünstig zu realisieren sein. Die Besonderheiten des italienischen Intermezzos, das vollständig auf der Commedia dell’arte beruht, wollte Goethe inhaltlich in neue Formen bringen: beispielsweise die Ausspielung der Gegensätze zwischen Klug und Dumm, Alt und Jung, Arm und Reich. Die unterhaltsame Komik der italienischen Commedia dell’arte sollte dabei unbedingt erhalten bleiben.
Das Werk ist in engster Zusammenarbeit zwischen Goethe und dem Komponisten Kayser entstanden, belegt durch einen hochinteressanten Briefwechsel.

28. November 2019, Bayer Erholungshaus Leverkusen
l’arte del mondo, Werner Ehrhardt
Christoph Philipp Kayser: Scherz, List und Rache (Libretto: J.W. von Goethe)

Regie: Igor Folwill
Annika Boos (Scapine), Cornel Frey (Scapin), Florian Götz (Doktor)

Dr. Markus Schwering, dramaturgische Begleitung
Massimiliano Toni, Hammerklavier und musikalische Assistenz

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