Scherz, List und Rache – Oper auf ein Libretto von J.W. von Goethe

Fotos: peuserdesign.de

Ein komisches Singspiel des Dichterfürsten für drei Sänger, kongenial vertont von Philipp Christoph Kayser

Johann Wolfgang von Goethe und Philipp Christoph Kayser schätzten sich seit gemeinsamen Frankfurter Jugendtagen. Vom espritvollen Vorbild italienischer Intermezzi angeregt, suchten sie nach einer neuen Art deutscher Oper. Das Ergebnis: »Scherz, List und Rache«, ein turbulentes Dreipersonenstück über ein junges Ehepaar, das ein alter geldgieriger Arzt um das Erbe betrogen hat. 

Kayser hat Goethes Text grandios vertont, mit viel Sinn fürs Melos und vokale Virtuosität und mit einer breiten Palette origineller Instrumentalfarben. Dann aber musste »Scherz, List und Rache« über 230 Jahre auf eine Uraufführung in vollständiger Orchesterbesetzung warten! Genauer gesagt bis November 2019, der halbszenischen Premiere im Erholungshaus Leverkusen unter Mitwirkung des WDR.

 

Im Oktober 2020 erschien bei Sony/deutsche harmonia mundi die hochgelobte Weltersteinspielung dieses Werkes.

neue musikzeitung, 06. September 2021

»Mit Werner Erhardt, seinen zwanzig fabelhaft vital aufspielenden Musikern des Orchester l’arte del mondo und den drei exzellenten Protagonisten, die man für dieses Singspiel braucht, hat Regisseur (und Ausstatter) Igor Folwill die denkbar überzeugendsten Anwälte für den Herrn des Hauses auf seiner Seite.«

Die Handlung 

Es spielt in Venedig. Der Doktor hat die Tante der beiden jungen Leute durch Verleumdungen und Lügen dazu gebracht, die beiden zu enterben und ihm ihr Geld zu vermachen. Scapine und Scapin beschließen, sich zu rächen und sich das Geld trickreich zurückzuholen. 


Scapin dient sich dem Doktor als Diener an. Scapine verschafft sich als junge, verführerische Patientin getarnt Zutritt zum Haus des Doktors, der ihr auf der Stelle verfällt. Sie spielt ihm Leiden vor, und er möchte sie natürlich gerne so ausführlich wie möglich behandeln. 


Scapine täuscht dramatisch eine fahrlässig durch den Doktor herbeigeführte Arsenvergiftung vor, der Doktor ist verzweifelt. Scapine scheint tot, und der Doktor bittet Scapin, die Leiche gegen eine Summe Geld verschwinden zu lassen. Scapine erscheint dem Doktor als Geist und versetzt ihn in allergrößten Schrecken, Scapin erpresst währenddessen immer höhere Schweigegelder. Der Doktor will die Polizei einschalten, was angesichts all seiner eigenen Verbrechen schnell ins Leere läuft.  Schließlich ziehen die beiden mit dem Geld ihrer Tante davon.

Besetzung

Werner Ehrhardt Musikalische Leitung
Massimiliano Toni
 
Musikalische Assistenz & Fortepiano
Igor Folwill
 Inszenierung / Bühne / Kostüme

Annika Boos (Sopran) Scapine

Cornel Frey (Tenor)
 Scapin

Florian Götz (Bassbariton) Doktor
l’arte del mondo (28 Musiker)

Projektpartner

Foto: peuserdesign.de

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Im September 2021 erfolgte die bejubelte szenische Premiere am Goethe Theater in Bad Lauchstädt, als Höhepunkt der Goethefeier 2021 (Regie: Igor Folwill).

Goethe/Kayser: Scherz, List und Rache